Peter Petersen, geboren 1940 in Hamburg, studierte Schulmusik und Musikpädagogik, dann Musikwissenschaft und Germanistik. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. habilitierte er sich für Musikwissenschaft und war seit 1985 Professor an der Universität Hamburg (seit 2005 im Ruhestand).


Er ist Mitbegründer des Hamburger Jahrbuchs für Musikwissenschaft, Mitherausgeber des Online-Lexikons verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (www.LexM.uni-hamburg.de) sowie Herausgeber der Schriftenreihe Musik im „Dritten Reich“ und im Exil.


Seine Veröffentlichungen haben ihren thematischen Schwerpunkt in der Musik des 20. Jahrhunderts (Bartók, Berg, Lutoslawski, Henze, Hölszky). Einige Texte betreffen die Theorie des Musiktheaters, zahlreiche Aufsätze sind auf die Neuformulierung einer Theorie der musikalischen Rhythmik ausgerichtet, die bei Schott in Mainz auf deutsch und bei Peter Lang in Frankfurt auf englisch erschienen ist. (Schriftenverzeichnis)


Zu seinem 60. Geburtstag wurde ihm der Band Komposition als Kommunikation. Zur Musik des 20. Jahrhunderts gewidmet. 2001 erhielt er den Fischer-Appelt-Preis der Universität Hamburg. An seinem 65. Geburtstag wurde ihm die Festschrift Fokus „Deutsches Miserere“ von Paul Dessau und Bertolt Brecht überreicht. Sein 70. Geburtstag wurde mit einem kleinen Symposion im Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg begangen.


Er ist mit der Violinpädagogin Marianne Petersen verheiratet. Beide wohnen in Hamburg, nicht weit entfernt von ihren Töchtern Johanna (mit Sohn Simon) und Stefanie.


Das Notenblatt auf der Begrüßungsseite unserer Website Saitenspiel zeigt eine der berühmtesten Kompositionen für Streichorchester: Béla Bartóks »Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta«. Beteiligt ist auch ein Klavier, das Bartók hier zu den Saiteninstrumenten zählt.  Die »Musik für Saiteninstrumente« wird für die »Saitenspieler« des Kinderorchesters unerreichbar bleiben. Da aber Bartók selbst ein passionierter Pädagoge war – man denke nur an die Klavier- und Musikschule »Mikrokosmos« –, erscheint es uns unbedenklich, ein Bild, das den Anfang symbolisiert, mit einer Musik, die am Ende eines Bildungsweges stehen mag, zu verbinden.